ADHS & Mediensucht

Shownotes

Immer online, immer erreichbar, immer noch ein Video, noch ein Scroll, noch ein Level – aber ab wann wird das zum Problem? Digitale Medien erleichtern unser Leben, verbinden Menschen, schaffen Räume für Austausch, Information und sogar Therapie. Gleichzeitig wächst die Sorge vor Mediensucht, vor allem bei Kindern, Jugendlichen und Menschen mit ADHS. In dieser Folge nehmen wir genau dieses Spannungsfeld unter die Lupe. In dieser Folge sprechen wir über: • Warum Menschen mit ADHS besonders empfänglich für digitale Reize sind

• Die Rolle von Dopamin und Belohnungsmechanismen im Gehirn

• Wann intensive Mediennutzung problematisch wird

• Unterschiede zwischen Gaming, Social Media und Internetrecherche

• Die neue Diagnose Gaming Disorder in der internationalen Klassifikation ICD-11

• Wie Eltern und Betroffene problematische Nutzung erkennen können

• Warum vollständige Abstinenz vom Internet kaum realistisch ist

• Welche therapeutischen Ansätze helfen können

• Chancen digitaler Technologien für Struktur, Organisation und Therapie

Besonders spannend: Die Folge zeigt nicht nur die Risiken von TikTok, Gaming & Co., sondern auch, warum digitale Tools, Apps und sogar KI für Menschen mit ADHS eine echte Chance sein können – wenn sie richtig genutzt werden.

Eine Folge für Eltern, Betroffene, Fachpersonen und alle, die sich fragen, wie viel Medien okay ist und wann es zu viel wird.

**Experten: ** Dr. med. Christian Konkol, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Warstein & Dr. med. Alexander Gort Golzarandi, Facharzt für Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Köln

Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de, www.expertenrat-adhs.de oder www.medice.com.

Transkript anzeigen

00:00:11: Wie hören Sie denn gerade diese Folge?

00:00:13: Kein Grund zur Panik auf dem Handy?

00:00:16: Und dabei machen sie irgendwas anderes.

00:00:18: Sport, Hausarbeit sind unterwegs.

00:00:21: oder sitzen sie am Second Screen also an einem Tablet oder so und surfen wild im Netz oder scrollen sich durch ihren Social Media Feed?

00:00:31: ohne die Möglichkeiten die uns das Internet bietet würde ich diese Frage gar nicht so stellen.

00:00:36: Nicht nur weil Second Screen ein weiteres digitales Endgerät überhaupt keinen Sinn machen würde und Social Media Feed schon mal gar nicht, sondern vor allem weil es diesen Podcast gar nicht gäbe.

00:00:48: Ohne die technischen Möglichkeiten könnten wir kein Grund zur Panik gar nicht auf ihre Ohren bringen.

00:00:53: Ihr könnt keine Gäste aufnehmen, die bequem von irgendwo her zugeschaltet sind.

00:00:57: also was ein Glück dass es das Netz gibt!

00:01:01: Dass es super leistungsfähige Computer für unsere Hosentaschen gibt, Echter wirken, ein Hoch auf die Digitalisierung.

00:01:14: Aber im Bericht der BZGA aus dem August zwanzig vierundzwanzig zur Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland zwanzich dreiundzwannzig gibt es eine eigene Rubrik zur Computerspiel- und Internetnutzung.

00:01:30: Das Ergebnis ganz platt ausgedrückt alle zwischen zwölf bis siebzehn sind quasi dauernd online Und das ist nur eine Quelle.

00:01:39: aber Ist das denn überhaupt ein Problem?

00:01:42: Lässt sich daraus einen Suchtverhalten ableiten und sind Menschen mit ADHS, die erwiesenermaßen eine erhöhtes Risiko für Substanzmissbrauch haben hier besonders gefährdet.

00:01:53: Betrifft das nur Kinder-und Jugendliche?

00:01:56: Ich habe so viele Fragen!

00:01:58: Und die werde ich in dieser Folge zu der ich Sie aufs Herzliste begrüße alle stellen.

00:02:03: An Dr.

00:02:04: Christian Konkoll, Chefarzt des Zentrums für Verhaltensmedizin und Psychosomatik der LWL-Klinik Warstein Und an Dr.

00:02:11: Alexander Gott-Golzarandi Oberarzt einer Klinik und Polyklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes und Jugendalters an der Universitätsklinique

00:02:20: Köln.

00:02:27: Hallo an Sie beide!

00:02:28: Ich freue mich sie als Gast zu haben.

00:02:30: schön dass Sie dabei sind.

00:02:31: Ja vielen Dank Herr Schiffbauer.

00:02:32: Freuen uns

00:02:33: Sie beide, sie kennen sich sehr gut.

00:02:35: Ich durfte sie auch schon live in Action erleben.

00:02:37: im Kontext von ADRS Impulsen ist eine Fortbildungsveranstaltung für fachärztliche KollegInnen, psychotherapeutische KollegInne.

00:02:45: da arbeiten sie oft zusammen machen Fortbildungen weiter Bildung zusammen.

00:02:49: und das Spande und das Schöne finde ich dabei, sie gucken nicht nur in ihren Fachbereich also Kinder und Jugendmedizin, respektive Kinder- und Jugendpsychiatrie oder Erwachsenen Medizin.

00:02:58: Diese beiden Label halte ich jetzt mal aufrecht sondern sie schauen auch ganz viel auf den Übergang und das was dazwischen liegt also die sogenannte Transition Das man so vorwegt weil es wird gleich noch eine Rolle spielen diese diese Unterscheidung.

00:03:12: Ich habe gesagt ich hab ganz viele Fragen zu diesem Überbegriff Medien sucht und vielleicht mal Ganz vorne angefangen.

00:03:18: dass ist ja ein großer Begriff.

00:03:20: Was genau muss ich denn darunter verstehen.

00:03:23: Also ist jemand, der jetzt dauernd dattelt?

00:03:26: Also irgendwie Gaming macht genauso Medien süchtig wie jemand anderes, der DOOM-Scrolling also sich bei Social Media in seinem Feed verliert und gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht?

00:03:37: Christian

00:03:38: du bist von uns der Duttler!

00:03:41: Ja tatsächlich bin ich das.

00:03:45: Ja und da hin, ne?

00:03:46: Einerseits liegt keine stoffgebundene Abhängigkeit im engeren Sinne vor.

00:03:51: Wenn wir einen eigenen Gaming-Disorder haben oder jemandem haben der sich in Social Media verliert Bei Bestandteil unseres Workshops auch, dass es da sehr viele Gemeinsamkeiten gibt von den stoffgebundenen Abhängigkeiten und den nicht-stoffgebunden abhängigkeiten.

00:04:08: Und spannenderweise für mich ist es so das die Ähnlichkeit zunehmen je mehr wir uns Richtung Gaming bewegen.

00:04:16: Das wird im Moment mein Eindruck Alex, haben wir noch sonst so etwas ausgetauscht?

00:04:21: Kurz und gut, es gibt Gemeinsamkeiten.

00:04:23: Das sind nicht wenige Gemeinsamenkeiten und die bewegen sich nicht nur im Kinderjugendalter sondern auch im jungen Erwachsenenalter mindestens.

00:04:33: Ich würde sagen, die Medien sucht es ja noch nicht richtig in den Diagnosisystemen verankert.

00:04:39: Aber es gibt Einigkeit darüber, dass dazu natürlich Videospiele gehören aber auch zum Beispiel Leute, die ständig Files runterladen – das gibt's auch!

00:04:50: Die können gar nicht mehr aufhören, die laden ständig irgendwas runter oder Leute, der stundenlang Wikipedia lesen.

00:04:55: Da gibt es Menschen, die verlieren sich in.

00:04:56: Wikipedia kann man ja auch und natürlich dann besonders Jugendliche oder junge Erwachsene.

00:05:02: Social Media, YouTube aber auch Instagram, TikTok jetzt.

00:05:06: Puh!

00:05:06: TikTok groß aufgeholt, ne?

00:05:08: Also das gehört dazu und natürlich auch so eine Internetsexucht.

00:05:12: Auch das wäre etwas was man unter Mediensucht einstimmen oder einen klassifizieren kann.

00:05:19: Ich finde man muss ein bisschen unterscheiden wie neigen schnell dazu alles was mit Medien und lange datteln und sowas zu tun hat auch zu verteufeln.

00:05:27: Man muss ein bischen unterscheide ist es ein Winterregentag Und das ist meine gewählte Beschäftigung, jetzt irgendwie mal eine Stunde durch Insta, TikTok oder wie auch immer zu scrollen.

00:05:40: Dann bleibe ich vielleicht länger als ne Stunde dran, sondern anderthalb oder zwei Stunden so.

00:05:44: Aber es ist okay, weil das ist mein gemütlicher Sonntag um das ein bisschen als Stimmung klarzumachen.

00:05:51: Oder ... Ich kann gar nicht aufhören!

00:05:55: Also...

00:05:56: Ich

00:05:56: kenne Leute die gehen auf Toilette und sitzen eine Stunde auf Toillette und hören nicht mehr auf.

00:06:01: Und irgendwann sagt der Chef, wo ist er eigentlich?

00:06:04: Ja da sitzt dahinten noch am Klo!

00:06:05: So...und dann ist es wirklich auch ein Problem.

00:06:08: Kann ich nur unterstreichen dass das wie bei jeder Droge ist kommt auf die Dosis an.

00:06:14: Es ist the dose that makes poison.

00:06:16: Also das ist am Ende des Tages so.

00:06:19: Das ist ja überall so und das ist bei stofflich gebundenen Drogen so und auch bei digital.

00:06:26: Ich kenne Leute, die lesen Bücher also analog sozusagen.

00:06:31: Lesen die Literatur jede Sekunde, die sie können.

00:06:34: Da kommt aber keiner von uns auf die Idee das zu verteufeln und zu sagen oh du bist ja lese süchtig so ne?

00:06:39: Aber es ist auch ein exzessiver Umgang mit etwas.

00:06:42: Das heißt – und das haben Sie jetzt quasi gerade schon angedeutet nur für mich nochmal zum Verstehen – dass ist dann genauso pathologisch wie bei einem Substanz missbrauch.

00:06:50: Also ob ich die Dosis mache, das gift?

00:06:53: Ich kann das Glas Rotwein genießen.

00:06:55: Das ist ja immer so ein kolportiertes Bild was man da hat.

00:06:59: So kann ich auch mal bei Regen die Stunde neunzehn Minuten Scrolling mich bei Wikipedia was auch immer genießen!

00:07:07: Das Problem ist wenn es zwanghaft wird und nicht jetzt nicht mehr ohne kann.

00:07:10: Ist dass dann ganz leihenhaft gesagt die Unterscheidung und dann ist es auch pathologisch.

00:07:14: Im Moment gibt es, wie gesagt noch nicht so richtige festgelegte Kriterien.

00:07:18: Sondern man nimmt im Moment die stoffgebundenen Süchte und packt sie mit dem pathologischen Glücksspiel ein bisschen zusammen und sagt ja dann ist das irgendwie gerade Mediensucht.

00:07:27: Das ist aber eher eine Behelfssituation grade, die sich mit dem ICD-Elf auch verändern wird.

00:07:35: Aber tatsächlich ist es so.

00:07:36: Die stoffgebundenen Süchte würden ja bedeuten, ich habe eine Form von Craving.

00:07:39: also ich muss immer mehr und ich brauche immer mehr von der Dosis.

00:07:43: Ich kann das überhaupt nicht mehr aufhören!

00:07:45: Ich bekomme

00:07:46: Probleme im Berufs- und Sozialleben dadurch.

00:07:49: Das wären so Kriterien die da durch entstehen Und die haben viele Menschen.

00:07:54: Also jetzt komme ich hier aus der Jugendlichen Sicht.

00:07:57: Viele Jugendliche gerade dann auch verbunden mit einem ADHS haben das Problem, dass sie abends extreme Schwierigkeiten mit ihren Eltern bekommen.

00:08:05: Weil Sie viel zu lange spielen!

00:08:07: So... Das Jugendliche gerade in Pubertät von der Schule die bis sechszehn Uhr oder so geht kaputt nach Hause kommen keinen Bock mehr auf soziale Kontakte haben sich zurückziehen in eine Online-Welt in der sie auch weiter soziale Kontakt haben.

00:08:21: aber es ist nicht dasselbe wie im realen Leben.

00:08:24: das muss man an dieser Stelle unterscheiden und sich da irgendwie dann auch regenerieren, kann ich total gut nachvollziehen.

00:08:30: Obwohl ich nicht kein Gamer bin oder so.

00:08:32: Aber wenn Sie gar nicht mehr aufhören können und sich gar nicht regulieren können, wird es eine Schwierigkeit.

00:08:40: Jetzt haben sie es gesagt gerade beim ADHS.

00:08:43: Darüber haben wir im Podcast schon gesprochen.

00:08:45: Wir haben eine hohe Affinität von Betroffenen mit ADHS, eine höhere Suchtgefahr.

00:08:51: Jetzt verstehe ich das ... Wenn wir über Substanz entsprechen, also mir ist schon klar dass wenn wenn ich dauernd Dopamin brauche eine Belohnung brauche das sich nach irgendwas stofflichen Suche.

00:09:03: was mir das gibt und darüber habe Ich ja auch schon im podcast gesprochen dass diese ersatz Drogen sozusagen die man dann zwar Das nicht helfen können aber ich erlebe Ja einer physiologische Wirkung der substanz.

00:09:15: Ist das denn bei den Medien vergleichbar, weil hier hänge ich jetzt noch gedanklich.

00:09:20: Gibt mir quasi das Datteln das Gleiche als wenn ich sage jetzt mal ganz platt einen Schoen trauche?

00:09:28: Ja anders aber vergleichba.

00:09:31: Es gibt ganz klare Daten dass man sagt maßgebliche ist diese Suche nach Stimulation für ADHS-Lang.

00:09:37: Also die Suchen nach Stimmulation und bekommen sie in diesen Spielen sehr rasch.

00:09:42: Also es gibt noch mehr Faktoren.

00:09:44: Es gibt ein Faktor der Zeitblindheit kombiniert mit Hyperfokus und wenn Sie sich mit Gamer beschäftigen, dann ist das so.

00:09:51: die tauchen wirklich in eine eigene Welt ein wie sie schon gesagt haben und Hyperfokussieren sich maximal auf die Spielsituationen und verlieren jedes Zeitgefühl.

00:10:03: Die priorisieren Dinge, die eigentlich keine Priorität im Leben draußen außerhalb des Gaming.

00:10:11: Vor dem Hintergrund ist das so, dass die dann tatsächlich maximale Ablenkung haben.

00:10:16: Maximalen Hyperfokus auf maximale Nebenbaustellen also schlechte Organisationsfähigkeit trifft Impulsivität, trifft Hyperfocus es schon wirklich schwierig.

00:10:27: und das weitere Problem ist, dass sie sofort die Belohnung bekommen.

00:10:32: Also wirklich instant.

00:10:33: von daher gibt es schon Parallelen zwischen der Digitalen Problematik und der stoffgebundenen problematischen Bezug auf Sucht.

00:10:40: Vor allen

00:10:41: Dingen bei ADHS-Betroffene, ich finde man muss das vielschichtiger sehen.

00:10:44: also es hat was mit Dopamin und Belohnung zu tun ist es genauso wie bei den Stoffgebundensuchten.

00:10:49: Es hat etwas mit die reale Welt wo sie oft Schwierigkeiten erleben auch ein bisschen zu verlassen damit zu tun Also sich in eine Selbstgewählte virtuelle Welt zu flüchten Und da auf einmal

00:11:02: auch

00:11:03: Anerkennungen zu haben und vielleicht auch Erfolge zu haben die sie in der realen Welt oft nicht haben.

00:11:08: Das Problem bei gerade Kindern und Jugendlichen, die ein ADHS haben ist ja dass die in der Schule scheitern.

00:11:15: also all das was schule eigentlich von uns von Kindern verlangt Ist für einen adhs kind nicht gut zu leisten.

00:11:21: schule möchte

00:11:22: brave

00:11:23: Kinder Die aufpassen die ruhig sind still sitzen bleiben ihre Aufgaben machen am besten alles immer direkt parat haben und so weiter.

00:11:29: Und das widerspricht einem adhS Kind in allen punkten.

00:11:34: Das heißt, die kriegen oft Rückmeldungen in der Schule.

00:11:36: Dass sie nicht ausreichend sind und nicht funktionieren usw.

00:11:39: Und dadurch sind sie frustriert und auf einmal in der Gaming-Welt weil da können ADHS Betroffene sehr gut mit umgehen.

00:11:45: diese ganzen Reize und so wo vielleicht unser eines auch Satur ist mehr warum es viel jetzt so dass wir das anstrengt finden die total angenehm das finden die extrem stimulierend und kommen damit sehr gut klar und haben dann da auch Erfolge.

00:11:59: Und die Erfolge wollen sie natürlich weiter herstellen und immer wiederholen.

00:12:04: Klar!

00:12:05: Jetzt muss ich mal zwischenfragen, dass beim Gaming finde ich das total nachvollziehbar, weil ich bin in der Aktion, ich tue was... ...und diese Spiele sind ja wirklich immersiv.

00:12:15: also auf allen Kanälen werden Reize gesendet.

00:12:18: Sind es die gleichen Effekte wenn ich Social Media nutze?

00:12:22: Weil TikTok als Beispiel, ich skrolle im meinem Feed, ich habe sofort immer neuen Content.

00:12:29: Aber da ist es ja nicht so, dass ich zu viel gestalte.

00:12:31: Aber der Mechanismus ist ähnlich!

00:12:33: Die reale Welt zu verlassen ist der gleiche Mechanismus.

00:12:37: Nämlich dahin irgendwas zu flüchten?

00:12:39: Vielleicht nicht im Sinne von Ich habe da Erfolgserlebnisse oder so.

00:12:42: Also ich kriege Dopamin ausgeschüttet weil ich irgendwie gut bin und weil ich eine Form von Belohnungen erlange... aber um mich mit den realen Problemen des Alltags nicht zu beschäftigen und dadurch mich so ein bisschen rauszubieben, das ist der gleiche Mechanismus.

00:12:58: Und der ist nicht nur bei ADHS vorhanden, er ist auch bei anderen Erkrankungen als Komorbidität vorhandenen.

00:13:04: also wir sehen bei den Jugendlichen häufig auch bei depressiven Jugendlichen ängstlichen Jugendlichen dass die sich Also wirklich da in die virtuelle Welt, in die Social Media-Welt reinflüchten.

00:13:15: Und interessanterweise wenn man sich mit denen unterhält sagen sie hinterher.

00:13:18: das tut mir aber gar nicht gut.

00:13:20: Aber Sie machen es trotzdem und Sie machen's auch zu lange.

00:13:23: Das wissen Sie selber auch.

00:13:24: Nicht nur weil die Erwachsenen das sagen sondern weil sie selbst auch sagen poh!

00:13:27: Also dann bin ich den ganzen Tag am Handy.

00:13:28: daran merk' ich okay mir gehts grad nich gut und eigentlich müsste ich was anderes

00:13:32: tun.

00:13:32: Das hat natürlich viele Aspekte genau wie der Kollege sagt also... Der eine Aspekt ist Natürlich, wenn man das medizinisch so Richtung Sucht oder Missbrauch anschaut.

00:13:42: Der andere Aspekt ist auch der, dass man sagt, na ja vielleicht ist es ein Generationsproblem?

00:13:49: Der geschätzte Kollege hat hinter sich einen Quastenflosser als Bild

00:13:54: für die Zuhörnern.

00:13:55: wir sind per Video miteinander verbunden Sie hören uns nur aber wir können ins Büro von Alexander Glaserrandi gucken und da ist eben besagter Quasten Flosse.

00:14:04: das nur als Hintergrund.

00:14:07: Im Prinzip sind wir, wie wir hier sprechen, Quastenflosse vom Alter her digital gesehen.

00:14:15: Wir sprechen zum Guteil über Menschen die digital natives sind.

00:14:19: also sie sind geboren zu einer Zeit in der sich Technologie schon gab.

00:14:24: Ja, es gibt schon Dank des Adams dem Autor von Pernhalter durch den Galaxis.

00:14:29: Schönes Zitat!

00:14:30: Natürlich ist für uns jede Technologie die es gab zum Zeitpunkt unserer Geburt.

00:14:38: Dann hat er einen zweiten Satz gesagt, der hat gesagt integriert werden Technologien die erfunden werden bis zum Erreichen unseres dritten Lebensjahrzehnts.

00:14:48: Okay

00:14:49: da sind wir natürlich raus zum Teil jetzt

00:14:53: Alle drei.

00:14:54: Und das zum Thema Quastenschlosser ist, hat auch ein Generationsaspekt und es hat einen Aspekt wo man sagt okay wir drei jetzt sprechen hier ja auch mehr oder weniger über Social Media miteinander und das zeigt ja auch dazu kann ich gerne später noch was sagen zu den Optionen der ganzen Möglichkeit die Social Media bieten.

00:15:18: in einem sinnvollen Umgang mit Social Media keine Frage Aber es ist nicht selbstverständlich für unsere Generation, dass wir das

00:15:27: haben.

00:15:28: Wenn man sich das vor Augen führt, ist das so... Zum Teil finden dann Menschen Gehörer die einfach nativ sind also die, die einfach vom Zeitpunkt der Erfindung dieser Technologie ja sie sind damit aufgewachsen.

00:15:43: Wir nicht!

00:15:44: Man kann nicht Selbstverständlichkeit erachten, dass unsere Generation damit easy umgeht.

00:15:49: und such auch das ärztliche Verständnis da ist.

00:15:53: Ja, bei Herrn Gordon-Golzer-Radi ist die vielleicht da?

00:15:55: Bei mir vielleicht auch aber ganz vielen Menschen nicht.

00:15:59: das heißt diese jungen Menschen finden schlichtweg kein Gehör weder in der Jugendpsychiatrie noch in der Erwachsenpsychatrie.

00:16:06: Das ist auch ein wichtiger Aspekt.

00:16:09: Ich hatte zuerst gedacht, Christian.

00:16:10: Du willst darauf hinaus dass wir eigentlich emotional und so von unserer Genetik her noch quasi von vor wieviel tausend Jahren ausgestattet sind?

00:16:20: Und wenn man sich das überlegt muss man ja sagen Dass die Menschen früher sobald sie was neues erfunden haben das auch nur noch eingesetzt haben weil das hat ihnen das Leben erleichtert.

00:16:28: und im Endeffekt müssen Wir sagen dieses ganze computergedöns und internet und online und keine ahnung Was

00:16:34: ist

00:16:34: auch etwas was uns das leben erleichtern.

00:16:37: ki also Herr Konkul hat ja gesagt, bis zum dritten Lebensjahr zehnt.

00:16:41: Dann integriert man noch Dinge.

00:16:43: Wir sind kurz über dem dritten Leben jahrzehnt.

00:16:45: Sie sehen das nicht zu Hause aber wir sind minimal darüber alle drei.

00:16:52: und KI ist etwas was mich vor große Herausforderungen stellt wo ich denke wie gehe ich damit um?

00:16:57: kann Ich das nutzen Ja oder Nein?

00:16:59: Aber es wird uns Und die Generationen die jetzt kommen extrem verändern und eine extreme Bereicherung werden da bin ich mir sogar sicher.

00:17:08: Das sind so viele spannende Aspekte und das aufgreifend, wenn sie das Generationenthema anbringen.

00:17:14: Ich habe in der Anmoderation die Arbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erwähnt.

00:17:19: Die haben auf Kinder- und Jugendliche geschaut – das tun die immer!

00:17:22: Dann habe ich gesehen durch einen Artikel in der Süddeutschen, auf den komme ich gleich noch zu den Möglichkeiten des Social Media möchte ich nachher auch noch kommen.

00:17:31: aber kurz zu dieser Generationenfrage gibt nämlich eine Studie Im Auftrag von der DHK, die ist vom UKE durchgeführt worden.

00:17:41: Ich würde jetzt mal behaupten, auch sauber gearbeitet unter Federführung von Professor Rainer Tomasius.

00:17:47: Erzia Leiters Zentrum für Suchtfragen Kindes und Jugendalters am UKE Und die schauen schon seit zwanzig neunzehn immer auf das Medienverhalten von zwölf bis siebzehnjährigen.

00:17:59: also alle Die Jetzt Seitdem Rausgerutscht sind werden ersetzt.

00:18:02: da wird aber auch noch Mal nachgehorcht weil die sind natürlich die damals siebzen waren sind ja nun jetzt deutlich älter und junge erwachsene respektive erwachse Menschen.

00:18:09: Und ich habe ein Zitat von ihm, von Herrn Professor Tomasius gelesen und er sagt trotz einiger positiver Entwicklungen bleiben die Prävalenzen problematischer Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen hoch.

00:18:22: Und dann schließt der das es eben weiteren Bedarf für Intervention gibt und sich damit weiter auseinanderzusetzen.

00:18:27: Das gesagt Die Arbeit der BZGA, die Arbeit die das UKE durchgeführt hat haben wir also doch nur ein Problem und jugendlichen respektiven Leuten, die da vielleicht gerade noch als Natives mit reinrutschen.

00:18:41: Hat das nur was an der Uniklinik zu tun in der Abteilung für Kinder, Kinder- und Jugendliche, geistige Psychotherapie bei Kinder und Jugendlichen?

00:18:51: Also kann ja Dr.

00:18:52: Konkohl eigentlich sagen tschüss Feierabend, Herr Goldgrösserrandi übernimmt!

00:18:57: Wie ist

00:18:58: es?

00:18:58: Zum einen gab's ja was ADHS per se angeht.

00:19:03: Sowieso lange Zeit die Meinung, dass sich das auswächst.

00:19:06: Ja?

00:19:07: Das ist ja auch sehr spät erst überhaupt in die Diagnosemanuelle von erwachsenen Patientinnen und Patienten übernommen worden.

00:19:16: Genauso wird es bei allen anderen Entitäten sein.

00:19:18: Alles andere was ich jetzt erschießt wird zuerst entdeckt von Herrn Gold-Golzarandi und dann vom Rest

00:19:26: nur von mir.

00:19:28: Ja, selbstverständlich.

00:19:29: Also jede Entität kommt zuerst in der Kinder-Jugendpsychiatrie an und dann später erst in der Wachsensychiatrien.

00:19:36: So ist es hier auch.

00:19:38: Naturgemäß ist es auch so ohne jemandem Misskredit bringen zu wollen aus der eigenen Zunft.

00:19:44: aber die Kinderjugendsicherheit sind deutlich flexibler und sie sind deutlich dyn... also naturgemäß dynamischer.

00:19:50: Ja, und Erwachsenen Psychiater sind per se Menschen oder also Menschen auch aber Ärzte die einfach auf Diagnosen abheben.

00:20:02: Auf fertige Erkrankungen abhebe.

00:20:04: Und wenn sie sich vor Augen führen dass eben die ADHS Besonderheiten genau darauf abhebt Genau darum geht es.

00:20:13: Es geht darum das die Adoleszenz nicht vorbei ist mit dem achtzehnten Lebensjahr Sondern dass es eben bis zum siebenzwanzigsten, auch in bestimmten Fällen bis im dreißigsten Lebensjahr weitergehen kann.

00:20:25: Dass die Hirnreifung

00:20:26: halt

00:20:26: einfach später deutlich später erfolgt.

00:20:29: Wenn Sie sich das vor Augen führen macht das Ganze auch Sinn.

00:20:32: und dann ist da natürlich ganz klar, dass viele Erwachsensichater da einen sehr distanzierten Blick auf die Dinge haben.

00:20:41: und für Kinderjugensicherte das selbstverständlich

00:20:43: ist

00:20:44: Kurz zwischendefragt, spielt das bei Ihnen in der Klinik kaum eine Rolle?

00:20:48: Oder ist das Thema schon präsent.

00:20:50: Ja

00:20:50: natürlich!

00:20:51: Also wir haben die tendenziell gereiften Pummuckel bei uns und die Hans gucken die Luft

00:20:57: etc.,

00:20:58: also diese ganzen liebenswerten Menschen, die einfach eine verlängerte Adoleszenz haben.

00:21:04: Wir haben tatsächlich auch eine eigene Adolescenzstation und bei uns ist es so dass die Adolescenz bis zum dreißigsten Lebensjahr geht gemäß und Sensorsempfehlung bis zum siebenzwanzigsten.

00:21:14: Aber kurz und gut, das spielt eine große Rolle bei uns.

00:21:17: Also ich sehe einen direkten Übertrag natürlich mit der Transienzproblematik dazu.

00:21:22: Und es

00:21:23: ist ganz klar dass es diese Schwellen gibt, Transitionsschwellen beim Erreichen des erwachsenen Alters und dann später auch beim Eintritt ins Seniom.

00:21:32: Das heißt... Nicht alle Patienten, die in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gesehen werden, kommen bei uns an.

00:21:40: Das ist ja auch gut so.

00:21:41: Aber das ist ein großer Anteil von jungen Erwachsenen, die bei uns ankommen und die entsprechenden Symptomatiken zeigen und auch die angesprochenen Problematiken zeigen.

00:21:52: Also es ist hoch relevant bei uns.

00:21:56: Ja, sehr fudriantes und verbreitetes Problem.

00:22:00: Dass nicht immer ein Problem ist – das ist eine Medaille mit zwei Seiten!

00:22:04: Wir glauben ja immer die Jugendlichen, die viel zu viel gameen und so hätten keine sozialen Erfahrungen, keine soziale Kontakte dadurch keine Erfahrung und würden quasi im sozialen Leben überhaupt nicht klarkommen.

00:22:15: Wir haben mittlerweile seit Pandemie auch die Stationen mit WLAN ausgestattet und so, also dürfen sie dann da ins Internet.

00:22:20: Aber wir versuchen Sie natürlich ein bisschen zu schützen, dass die nicht untereinander Fotos machen und das Betiktor hochladen und sagen guck mal wer hier in der Klappe ist und so.

00:22:30: Und interessanterweise finden die es total spannend mit anderen Jugendlichen zusammen zu sein.

00:22:35: Also Einwirkeffekt unserer stationären Behandlung sind zusammen!

00:22:41: Das kriegen die hin... Und da sind die nicht ungeschickt oder so was, sondern die pugen sich sehr schnell zusammen.

00:22:47: Die können sehr schnell sich austauschen darüber, dass sie ja ähnliche Schwierigkeiten haben und aus ähnlichem Grund im gleichen Boot sitzen usw.

00:22:55: Das schaffen die doch alle!

00:22:58: Es gibt natürlich einen Prozentsatz an Menschen, die es nicht gut hinkriegen

00:23:04: wirklich

00:23:04: diese So-called nerds sind.

00:23:08: Aber die meisten, auch die meisten die sich sozial zurückziehen und irgendwie eher mit online Social Media spielen wie auch immer zu tun haben kriegen das hin sich mit den anderen Jugendlichen zusammenzutun wenn sie die Möglichkeit haben.

00:23:23: Dann eine Frage direkt daran anschließend in Richtung Pädiatrie.

00:23:26: Ich habe eben von dem Artikel aus der Süddeutschen gesprochen, der sich auf diese Studie die Arbeit der DRK bezog und die Autorin schrieb das war ein Meinungsartikel, die Überschrift war Wer zu jung ist für Wodka Der ist auch zu jung für TikTok Und hat dann ausführlich eingeführt Das können wir jetzt In dem Podcast heute gar nicht in der Tiefe machen, welche Gefahren das Netz auch mit sich bringt.

00:23:48: Sie haben es gerade ja schon mal so ein bisschen angedeutet.

00:23:50: dann werden Fotos gepostet und damit passiert dann irgendwas.

00:23:54: Aber würden sie das unterschreiben?

00:23:55: Müssen wir auch beim bei der Internetnutzung darüber nachdenken wie beim Alkohol Etiketten auf verschiedene Dinge zu machen?

00:24:03: oder also Wie würden sie diese Überschrift kommentieren?

00:24:07: Ja also Warnhinweis bei TikTok ist natürlich schwierig aber eine Sensibilität in unserer Gesellschaft dafür zu erlangen, dass bestimmte Dinge in bestimmten Altersklassen nicht sinnvoll sind.

00:24:20: Das macht bestimmt Sinn und

00:24:22: ich finde

00:24:23: auch das sowohl Medien, Social Media

00:24:28: usw.,

00:24:28: sich im Internet bewegen wie man auch Nachrichten bewertet und so weiter.

00:24:32: Das sollte schulfach werden.

00:24:34: auf alle Fälle also wenn... Ich habe das eben mit der KI gesagt.

00:24:37: Wir Jugendliche heutzutage sind so viel mit Online und so weiter beschäftigt, weil sie es auch müssen.

00:24:44: Weil das auch etwas ist was unser Leben ausmacht.

00:24:47: Das können wir nicht aussparen

00:24:49: dass

00:24:50: die natürlich auch den Umgang damit lernen sollten.

00:24:53: Und wie erwachsenen sollten das?

00:24:54: Auch jetzt sind Herr Konkul und ich kurz über dreißig.

00:24:58: Ich wiederhole den Witz noch mal!

00:24:59: Wir müssen das vielleicht nicht mehr in dem Ausmaß aber eigentlich sollten wir uns auch da miteinander setzen.

00:25:05: Aber die Jugendlichen heutzutage müssen nicht nur lernen, wie mache ich Präsentationen?

00:25:09: Wie gestalte ich Präsentationen mit dem Computer.

00:25:11: Sondern auch, wie kann ich Fake News erkennen?

00:25:14: Wie kann ich wahre News gut rausfiltern?

00:25:18: Wie viel Quellen nehme ich überhaupt um News und gut zu beurteilen?

00:25:22: Was sind die Gefahren von Social Media?

00:25:25: Was ist aber vielleicht der Vorteil von Social media?

00:25:27: Wie nutze ich KI

00:25:28: usw.?

00:25:29: Wie stellt das denn dann Betroffene mit einem ADAS nochmal vor eine zusätzliche Herausforderung?

00:25:34: Weil das ist ja letztlich Medienkompetenz, die auch Eltern erlernen müssen.

00:25:38: Die Nutzerin selber erlernen müssen.

00:25:41: und dass im ADAS Kontext würden sie sagen da muss man noch mal anders drauf fokussieren aus ihrer beiden Perspektive.

00:25:47: oder gilt es einfach grundsätzlich für das Thema Mediennutzung?

00:25:51: Ich würde sagen erst mal grundsätzlich und ich könnte mir fast eher vorstellen, dass ADHS-Betroffene an der Stelle auch einen kleinen Vorteil haben.

00:25:58: Weil die natürlich damit

00:26:00: viel

00:26:00: natürlicher umgehen mit Social Media, mit Spielen oder wie auch immer und vielleicht auch dann ihre Erfahrung schon mit einfließen lassen können.

00:26:10: Überhaupt die digitale Revolution, deren Zeuge wir ja gerade alle werden.

00:26:14: Das beginnt ja gerade erst.

00:26:17: Dass es gleichzeitig größte Gefahr sein kann aber auch die größte Chance sein könnte.

00:26:24: Gerade im Hinblick auf ADASLA, wie der Kollege auch sagt, weil das einfach ... Wenn Sie KI zu nutzen wissen, dann ist es ein Geschenk für ADASLAR, die es ja schon deutlich länger gibt.

00:26:38: Die ADASLR gibt so lang wie Menschen, wie es Mensch gibt wahrscheinlich und das ist das größte Geschenkt, dass es jemals gab an ADASLLAR.

00:26:49: Kann es sein?

00:26:50: Eigentlich, das kommt mir jetzt so in den Kopf.

00:26:51: Es wäre spannend mal eine Studie zu machen ob adhs Betroffene die Jetzt In Sohn Medien Pathologische Medien Nutzung Gehen Ob Die Dadurch Eigentlich Weniger Gefahr Laufen Cannabis Zu Nutzen weil Das was der Herr Konkul gerade gesagt hat adhSler Gab's auch Vor dem Ganzen Internet Gedönssohn.

00:27:11: Also Die Haben sich Damals Anderes IrGendwie Abhilfe Verschaft und dass wäre ja Interessant ob das quasi protektiv ist gegenüber Cannabis-Konsum.

00:27:21: Weil Cannabis Konsum und bestimmte Spiele funktioniert nicht gut.

00:27:25: Das reguliert einen runter, aber bei den Spielen muss ich hoch alert sein und die ganze Zeit dabei sein.

00:27:29: Also das geht nicht gut einher!

00:27:31: Vielleicht ist es vielleicht auch ein Protective-Faktor?

00:27:34: Das müsste man sich mal angucken...

00:27:36: In dem Kontext ... Wir haben über Digas im Podcast schon gesprochen und da bin ich jetzt so ein bisschen beim Thema Chancen an der Cronco.

00:27:44: Sie haben ja eben auch gesagt was Social Media alles kann Im Social Media, der ist auf wahnsinnig präsent.

00:27:50: Leute geben Tipps!

00:27:51: Unser Podcast ist quasi, Sie haben es auch schon gesagt, quasi Social Media.

00:27:55: ohne das Netz gäbe es uns gar nicht.

00:27:57: diese Form der Distribution heißt Auch wenn ich betroffen bin oder andersrum heißt dass Wenn ich jetzt betroffen wäre und bin abhängig in irgendeiner Form von diesem Medium Kann ich trotzdem die positiven Teile nutzen?

00:28:12: Oder muss ich erst mal abstinent sein?

00:28:14: Ich bin unbedingt dafür, dass man diese medialen Apps und was es gibt

00:28:19: nutzt

00:28:21: aus dem Grund das die adhs Betroffenen.

00:28:24: die auch vielleicht eine Computeraffinität oder Online-Affinität haben, überhaupt keine Hemmung haben diese Apps oder diese Möglichkeiten zu integrieren.

00:28:36: Und die hätten glaube ich eher wenn wir jetzt so mit ganz klassischen Mitteln kommen und einem Zettel den sie ausfüllen sollen wie das in der klassischen Verhaltenstherapie wäre, hätten die glaub ich eher Schwierigkeiten als mit den modernen Medien.

00:28:49: So gut sind die DIGAS auch nicht gestaltet, als dass man davon jetzt wieder eine Abhängigkeit geraten würde.

00:28:54: Also die Gefahr besteht eigentlich nicht sondern eher als es ist ein Tool wo sie keine Sorge haben das zu nutzen das in ihren Alltag zu integrieren.

00:29:03: aber Es ist nicht so gefährlich als dassman davon abhängig werden könnte.

00:29:07: Ein Spiel oder sowas hat ja einen Suchtcharakter, aber eine Diga.

00:29:09: Damit muss ich mich ja schon... Die kann ja auch nerven weil ich mich damit auseinandersetzen muss und die verlangt was von mir wenn ich das richtig sehe.

00:29:16: Deshalb nutzt sie natürlich auch.

00:29:17: also das ist ja ne aktive Auseinandersetzung Das kann ja Auch im besten Falle eine positive Anstrengung sein mit einem guten Ziel.

00:29:25: So in etwa Ja

00:29:26: voll Aber es ist läuft halt keiner Gefahr sich irgendwie noch nicht Stunde länger damit aussinanderzusetzen.

00:29:31: Weil wenn man das einmal für den tag erreicht hat was man da machen musste dann ist auch gut.

00:29:36: Das ist wie bei Medikamenten auch, ne?

00:29:38: Also eine DIGA ist ja zu vergleichen mit dem Medikamente.

00:29:41: Am Ende des Tages das ist eine Anwendung die es beim WFarm registriert kann verschrieben werden und naturgemäß sollte sie kein Suchtcharakter mit sich bringen.

00:29:52: Bleiben wir nochmal bei der Praxis weil Digas werden verschrieben.

00:29:55: Sie haben eben schon die ICD-ILF erwähnt.

00:29:57: da gibt's hier jetzt die Gaming Disorder Vielleicht als ganz einfache Einordnung für unsere Zuhörenden, die sich da nicht so auskennen.

00:30:04: Das ist eine international anerkannte Klassifikation, die man nutzt.

00:30:09: also werden fortlaufende Ziffern kommen.

00:30:11: im Moment es ist die Zehne Es gibt schon die Elfer Die wird dann implementiert und Internationalen Codecs für die Kudierungen von Erkrankungen damit man das im Abrechnungssystem erfassen kann und alle wissen worüber man redet.

00:30:23: Ich hoffe ich habe sie jetzt in der kurze einigermaßen richtig erklärt.

00:30:27: Und jetzt gibt's ja seit der ICD-Elf Gaming des Order.

00:30:31: Ich glaube, das ist dann bei Abnorme Gewohnheiten und Störungen... ich lese es gerade ab der Impulskontrolle und da ist es eben ein Unterpunkt!

00:30:39: Und das haben sie auch schon gesagt, dass geht nicht um das Glücksspiel sondern das Computerspiel.

00:30:44: Das ist ja nochmal einen Unterschied wo ich mit Geld spiele und an so einem Automatensitze.

00:30:49: Was hat denn jetzt eine ICD Änderungen, dass wir das jetzt kodieren können in der Praxis für eine Relevanz.

00:30:57: Hat es eine Relevanz für die Praxis?

00:30:59: Und wenn ja, welche?

00:31:00: Definitiv hat das eine Relevelance, weil erstens können

00:31:03: wir

00:31:04: Erkrankungen diagnostizieren und dann darüber natürlich auch abrechnen.

00:31:10: Also

00:31:10: d.h.,

00:31:10: die Krankenkassen sind auch in der Pflicht diese Erkankung, damit wir sie behandeln können.

00:31:16: Das Zweite und fast Wichtigere ist, eine Erkrankung international erforschbar macht.

00:31:23: Und das ist im Moment noch ein Riesenproblem, weil es die Diagnose ja so noch gar nicht gibt.

00:31:28: in ICD-Zehen sind die ganzen Forschungsergebnisse, die wir haben

00:31:32: auch

00:31:32: häufig sehr schwammig und angreifbar.

00:31:35: Weil man nicht genau weiß auf was haben sie sich jetzt genau bezogen?

00:31:38: Haben die sich so eine Hilfskonstruktion genommen?

00:31:40: Haben Die stoffgebundenen Süchte mit dem Glücksspiel, was ich eben schon mal gesagt habe zusammen getan?

00:31:45: oder wie ist klar definiert wie sie die Erkrankungen definieren, um die auch zu erforschen.

00:31:52: Also es gibt zwei Vorteile, die Behandelbarkeit und die Erforschbarkeit.

00:31:55: Ich bin gespannt, dass Sie das sagen.

00:31:56: Das habe ich ja auch bei Papmet.

00:31:57: Habe ich mal geschaut was gibt's für Studien?

00:31:59: Und da war häufig eben genau das der Konsens oder ein Fazit, dass man sagt mit diesem Mediensucht, mit diesem Begriff wird man dem nicht gerecht.

00:32:07: wenn wir schauen auf den Zusammenhang eben eine Abhängigkeit von irgendwas, was jetzt mit Internet zu tun hat und einer psychischen Erkrankung.

00:32:14: Dann ist dieser Begriff viel zu schwammig!

00:32:17: Und das haben sie ja auch schon gesagt dass wir da auf dem Weg sind.

00:32:20: und vielleicht ist Gaming Desorder die erste klar kodierte Indikation.

00:32:24: und wer weiß was dann noch kommt?

00:32:29: Das wird sich verändern im Laufe der Zeit.

00:32:31: Das wird wahrscheinlich irgendwann auch ein Spektrum werden, weil im Endeffekt alle psychischen Erkrankungen eine Art Spektrom haben und nicht nur eine definierte Erkrankung sind.

00:32:43: Also das wird noch spannend in Zukunft.

00:32:45: Na klar!

00:32:46: Und wir sind ja mit dem Ganzen ... also jetzt sage ich mal online Internet sind wir ja noch nicht am Ende ne?

00:32:52: Das wird sicher weiterentwickeln.

00:32:55: Schwierigkeiten damit weiterentwickeln.

00:32:56: Was mache ich denn jetzt therapeutisch?

00:32:58: Ich habe jemanden, der ist mit ADHS.

00:33:00: Also ich weiß, er ist ADHS diagnostiziert und jetzt ahne ich da passiert irgendwas... Der Daddelt wie verrückt!

00:33:08: Er ist nur noch bei... Ich weiß es nicht.

00:33:10: Denken wir uns was aus.

00:33:12: Wie gehe ich therapeutisch vor wenn ich dann bei jemandem nach ICD-Elf eine Gaming-Disorder festgestellt habe?

00:33:18: ganz konkrete?

00:33:19: Das ist ein Problem muss man ganz klar sagen weil Bei den stoffgebundenen Süchten würde man natürlich so herangehen und sagen, aha du musst den Stoff weglassen.

00:33:29: Dann gibt es am Anfang eine Phase wo's dir schlecht geht.

00:33:31: das können wir versuchen mit Medikamenten irgendwie auszugleichen Und dann darfst du halt nie wieder den Stoffs konsumieren.

00:33:36: dann wirst Du abstinent sein und dass ist gut.

00:33:39: Wir können vom Internet und all den Dingen nicht mehr abstinent sein.

00:33:42: Das geht nicht.

00:33:44: also wenn wir versuchen würden Eine abstinenz zu erreichen dann kann man nichts mehr einkaufen.

00:33:52: Bargeld ist ja gar nicht mehr aktuell, ne?

00:33:54: Also das in Zukunft wird es keinen Bargeld mehr geben.

00:33:56: Das heißt wenn man kein Handy hat mit dem man irgendwie auf sein... Aufs Abbrechengerät das halten kann, wird man nichts mehr bezahlen können.

00:34:03: also wir können niemanden dahingehend therapieren dass er eine Abstinenz von Internet oder wie auch immer erreicht.

00:34:11: Dementsprechend müssen wir das in die Behandlung mit reinnehmen und da habt ihr Verhaltenstherapie eigentlich ganz gute Konzepte sich selber zu regulieren um eine Kontrolle über das zu bekommen, weil das Problem ist ja der Kontrollverlust.

00:34:23: Ich habe nicht mehr die Kontrolle für meinen Medienkonsum und dass man da wieder Kontrolle erlangt.

00:34:31: Dementsprechend ist unsere Behandlung auch ne andere natürlich wenn die extrem betroffen sind.

00:34:35: die Jugendlichen sind gar nicht so viele dass sie bei uns stationär behandelt werden müssen.

00:34:40: aber die Jugendliche die wir stationär aufnehmen werden natürlich extrem eingeschränkt in ihrem Medienkonsum und wir versuchen aber nie hinzugehen und zu sagen, du darfst es gar nicht mehr nutzen.

00:34:52: Sondern eher wie kriegst du das hin?

00:34:54: Das gutzunutzen und auch wieder die Kontrolle zu haben dass du nach einer bestimmten Zeit aufhören kannst.

00:34:58: Wir sind tatsächlich so aufgestellt wie der Kollege schon angedeutet hat, dass wir vor allem therapeutisch da rangehen von der Ausrichtung her.

00:35:07: Natürlich ist es so, dass zum einen bei uns die Leute sind hier alle mündig Das heißt, die haben auch ein Recht darauf.

00:35:15: Ihr hättet sie zu haben, ihr ein Recht drauf um im Internet zu sein.

00:35:19: Natürlich haben sie zum Teil auch dann recht darauf ihren Hobbys oder Leidenschaften nachzugehen.

00:35:27: Gleichzeitig ist es so, dass wir aber verhaltenstherapeutisch, wir haben extra Schemathe dafür kreiert um ein bisschen mit der Zeit zu gehen und die Verhaltstherapie so ein bisschen zukunftsfähig zu machen.

00:35:40: Haben wir mit den Patientinnen und Patienten bestimmte Regeln auch besprochen?

00:35:44: Also wir haben gesagt das beispielsweise vor der Nutzung.

00:35:48: Das ist die entscheidende Zeit.

00:35:50: Vor der Nutzung müssen sie sich Limit setzen, das wirst du aber kennen Alex, es wird bei euch genau das Gleiche sein.

00:35:56: Sie müssen sich klar Limit setzten.

00:35:58: wie lange nutze ich das Medium?

00:36:00: Welche sind meine Ziele?

00:36:02: Welches sind meine Erwartungen?

00:36:05: Die kriegt dann auch Timer gesetzt dafür wann die das Medium nutzen können für wie lange Zeit und das sind sogenannte klinisch nennt man das Exklusivzeit.

00:36:15: also die werden nicht gestört Aber das ist ans Limit gebunden.

00:36:20: Ganz klar, dass es ähnlich wie im Kinderjugendbereich wird, das sicherlich gut kennen und das Entscheidende ist einfach, dass das Validieren der Erfahrungen die die Patientinnen und Patienten gemacht haben außerhalb eines digitalen Mediums erfolgt.

00:36:36: hoch wichtig ganz entscheidend wird von vielen Menschen gar nicht von vielen professionellen auch gar nicht genannt.

00:36:43: Das Entscheidende ist, dass validieren erfolgt in dem realen Leben.

00:36:48: Also man kann natürlich sich auch online validieren lassen also sich verhalten spiegeln lassen als korrekt als adäquat als nicht adäqat als okay als nicht okay spiegel lassen einordnen lassen das kann man machen lassen.

00:37:02: aber das entscheidende ist validieren außerhalb der online welt.

00:37:06: ja das sind solche Basalen regeln.

00:37:09: Dazu kommt natürlich, dass die Peer-to-peer Effekte – das hat der Kollege schon angedrötet – werden immer wichtiger.

00:37:16: Das heißt wir sind nicht in dem Bereich wo wir sagen können, noah so egal, komm du bist doch jung und ich bin alt und ich weiß nicht genau wie deine Sachen funktionieren.

00:37:27: Einerseits sind wir da gefordert, dass wir uns eindecken und dass wir überlegen was bewegt die jungen Menschen?

00:37:35: Andererseits ist es so Wir müssen die Pier-to-Pier Effekte mit in die Therapie einwinden.

00:37:40: Deswegen sind diese jungen Erwachsensstationen sehr, sehr wichtig wo die Menschen sich untereinander schon kurz schließen.

00:37:47: Also sie kennen sich auch zum Guteil untereinander und die übersetzen sich das auch in den eigenen Sprachkodex was für uns häufig schwierig ist.

00:37:57: Ja Sie sehen das nicht aber ich nicke die ganze Zeit dem Kollegen Konkult zu also bin voll einverstanden.

00:38:06: wie wir therapeutisch vorgehen.

00:38:07: Und ich musste an die Ausgabe denken, die ich mit Felix Betzler aufnehmen durfte aus Berlin.

00:38:13: Dort auch die Arbeitsgruppe Recreational Drugs leitet er an der Charité und da haben wir über Substanzmissbrauch gesprochen.

00:38:20: Da hat er gesagt dass es eigentlich für die Indizierung der Therapie geht eher hin und auch Zahlen zeigen das wir auch medikamentös therapieren dürfen selbst wenn Betroffene noch nicht absinenz sind, weil die Absinenz dann leichter gelingen kann.

00:38:34: Das leuchtet ja irgendwie auch ein.

00:38:36: Er hat aber noch was gesagt nämlich dass es einen hohen Anteil unterschiedliche Zahlen gibt's glaube ich ein fünftel oder bis zu einem viertel Sucht erkrankter Menschen eine Prävalenz fürs ADAS haben.

00:38:51: Ein noch nicht diagnostiziertes... Nicht eine Präävalenz sondern die haben ein noch nicht Diagnostiziertes ADAS.

00:38:56: ist es anzunehmen, dass wir das bei Medien Sucht auch haben.

00:38:59: Also dass es außerdem Umkehrschluss gibt weil das ADHS mit Sucht korreliert?

00:39:05: Dass wir das eben auch umkehrschließend rausfinden können?

00:39:08: Ich

00:39:08: finde ja also ich glaube, dass mir einen hohen Anteil von Jugendlichen die eine

00:39:13: in

00:39:13: irgendeiner gearteten Form Mediensucht haben, dass die auch ein ADHS haben.

00:39:18: Ich habe eben schon was Depressives und auch etwas Angst gestörtes erwähnt.

00:39:22: also alles wo es ein Vorteil ist sich sozial zurückzuziehen oder wo es eine Begleiterscheinung ist sich social zurück zu ziehen führt dazu oder kann dazu führen das man vermehrten Medienkonsum hat.

00:39:41: Und die wechseln auch.

00:39:42: Angst erkrankte haben dann, sie gucken zwei Stunden TikTok, wenn die morgens aufstehen und es sich schaffen zur Schule zu gehen.

00:39:47: Dann ist denen da langweilig, dann gucken Sie zwei Stunden YouTube, dann kucken die Netflix leer ... So, ne?

00:39:52: Dann fangen Sie wieder bei TikTok an!

00:39:54: Also das gibt's.

00:39:55: ich glaube dass eine Medienabhängigkeit im Jugendlichen Alter... Ich denke Herr Konkul wird das für das Erwachsenenalter ähnlich bestätigen immer mit einer anderen psychiatrischen Erkrankung einhergeht, dass das nicht alleine auftaucht und dass ein hoher Prozentsatz ADHS betroffen ist.

00:40:14: Ja

00:40:14: ganz klar!

00:40:15: Was leite ich daraus ab für die Praxis?

00:40:17: Vielleicht auch so als große abschließende Frage... was wären Dinge wo Sie sagen in diesem Kontext?

00:40:23: Herr Dr.

00:40:24: Konkult, Sie haben ja eben schon etwas gesagt, was die Validierung angeht im analogen Raum, im echten Leben was ihnen wichtig wäre, auch vielleicht für Kollegen in der Niederlassung die jetzt das Gefühl haben da ist jemand mit einer Medienabhängigkeit.

00:40:38: In welcher Facette jetzt auch immer?

00:40:40: Was wäre Ihnen wichtig als Take-home Message?

00:40:44: Ja wir können ja nochmal gucken ob es noch einzelne Dinge gibt, die wir vielleicht auch nochmal ein bisschen aufrechen müssen.

00:40:49: aber Mal so ganz grundsätzlich.

00:40:51: Herr Konkul hat das eben schon gesagt, es taucht ja häufig erst bei uns auf und dann mit einer Latence irgendwann in der

00:40:57: Erwachsene-Bereich.

00:40:58: Also gehen wir jetzt mal davon aus ... Man hat eine pediatrische Praxis vielleicht sogar jetzt ein bisschen gemein auch noch dörflich oder so um das nochmal zuzuspitzen.

00:41:07: So man ist die allein versorgende Person für einen größeres Umfeld Hat da kein großes gutes Netz was irgendwie vielleicht noch mit Kinder und JugendpsychaterInnen irgendwie zusammenhängt.

00:41:17: Und jetzt wird eine jugendliche Person vorgestellt, vielleicht von den Eltern.

00:41:22: Die sagen Puh!

00:41:23: Also wir kriegen das alles gar nicht mehr hin.

00:41:26: Wenn wir abends sagen du sollst bitte ausschalten dann macht der oder die das gar nicht und dann sitzt er da die ganze Nacht, die ganze nachter dran und am nächsten Morgen geht er oder sie nicht zur Schule usw.

00:41:37: Also so eine klassische Entwicklung einer Abhängigkeit.

00:41:43: Dann würde man natürlich hellhörig werden ausreichend und gut explorieren.

00:41:49: Und würde vielleicht, wenn man das zeitlich überhaupt leisten kann auch gucken steckt noch etwas anderes dahinter.

00:41:56: also ob das jetzt ein adhs ist oder ich habe eben noch zwei andere psychiatrische Erkrankungen erwähnt.

00:42:00: aber es gibt noch viel mehr die damit zusammenhängen könnten.

00:42:05: Es gibt auch welche die damit nicht gut zusammen hängen zum Beispiel eine anorexie Die hängt nicht gut mit einer mediensucht unbedingt zusammen.

00:42:11: so Autismus vielleicht wiederum schon, weil auch die flüchten sich manchmal in bestimmte Welten.

00:42:16: Aber ich will das jetzt nicht zu weit ausweiten und dann würde man natürlich den Eltern empfehlen, holen sie sich an der Stelle Hilfe wo Sie auch quasi hin müssen?

00:42:26: Das ist ein bisschen wie wenn jemand uns vorgestellt wird, der Cannabis konsumiert und einen ADHS hat.

00:42:31: Wenn ich das ADHS nicht gut behandelt bekomme werde ich die Cannabisabhängigkeit auch nicht gut.

00:42:37: Also hinsehen und dann auch kanalisieren, mutigen.

00:42:41: Da die richtige Fachperson anzusprechen.

00:42:43: Herr Dr.

00:42:44: Kongol, Sie haben ja eben auch noch gesagt Chancen von Social Media.

00:42:47: wenn sie auf das schauen was wir besprochen haben?

00:42:50: Was wäre Ihnen wichtig?

00:42:51: Es ist im Erwachsenenalter so dass die Anforderung der Umgebung Richtung Fremdbestimmung.

00:42:59: Das nimmt zu mit dem Lebensalter egal ob wir das so wahrhaben wollen oder nicht.

00:43:04: Und das ist ein Problem für ADHSler.

00:43:07: Wir befinden uns jetzt im Erwachsenenalter und das widerspricht der Natur des ADHSlers, sich fremdbestimmt

00:43:15: zu

00:43:16: lassen.

00:43:16: Das mögen die gar nicht.

00:43:21: Wer mag das schon?

00:43:22: Aber es ist bei adhsler so ein roter Knopf!

00:43:25: Und vor dem Hintergrund sagt man eigentlich, dass sagen die führende Köpfe in Deutschland regelmäßig, die sagen, wir entscheiden, dass wir erwachsenen Alter einerseits welchen Ärger Kann ADHS machen im Erwachsenenalter?

00:43:38: Und das ist eine Menge Ärger.

00:43:39: Der ADHS wirkt wie eine

00:43:41: Art

00:43:42: Füllhorn für das Sammeln von psychiatrisch relevanter Erkrankung über die Lebenszeit, das ist auch anerkannt.

00:43:49: Die zweite Sache ist die Frage einfach wer die Kontrolle ist, adhs oder ich?

00:43:55: und je älter ich werde umso wichtiger ist es dass die AdhS-Patientinnen und Patienten die Kontroll übernehmen.

00:44:03: Problematik und sie wird dann genau, mit dem Übernehmen der Kontrolle zur Problematika hat ja auch viele Stärken.

00:44:12: Aber diese Problematiken, wenn die die Kontrolle hat, dann kommt es immer zu mehr Problemen.

00:44:17: Das ist einfach das Ding.

00:44:18: Das heißt eigentlich ist das Wichtige ist ein Chaos gibt es bei ADHS Betroffenen im Erwachsenenalter in dem Maß indem Sie nicht die Regie selbst übernehmen.

00:44:31: denn genau dabei wollen wir Ihnen helfen.

00:44:32: Also wir wollen ihnen helfen, selbst wieder das Ruder in die Hand zu nehmen und ihr Leben zu steuern.

00:44:39: Und dann können sie auch die Vorteile des ADS

00:44:41: nutzen.".

00:44:41: Das ist ja so eine Konklusio, die ich im Podcast auch schon mal gehört habe.

00:44:45: aber das ist genau die Chance!

00:44:47: Ist natürlich eine Anstrengung hinter.

00:44:48: Sie haben es gesagt diese erste Hürde muss man gehen weil Sie können ja jetzt nicht zu allen Menschen in Deutschland nach Hause fahren und sagen hier sondern man muss vielleicht die ein oder andere Anstrendung gehen.

00:44:59: Aber es lohnt sich auf jeden Fall Absolut.

00:45:02: Ich habe eingangs gesagt, ich hab viele Fragen und muss ehrlicherweise sagen, ich habe immer noch ganz viele Fragen.

00:45:06: Merke aber einfach wie komplex dieses Thema auch ist weil... Und das habe ich auch mitgenommen.

00:45:12: Herr Goldkosarani, Sie haben es gesagt wir werden das nicht mehr los kriegen.

00:45:15: also wir werden jetzt nicht sagen komm da mach mal ohne Internet diese banalen Dinge!

00:45:19: Ich habe eben an mich gedacht wann habe ich mir das letzte Mal mit Bargeld ein Fahrschein gekauft oder so?

00:45:25: Also ganz banale Dinger.

00:45:28: Aber ich finde wir haben Sag ich jetzt mal ganz unalte, einen sehr guten Start.

00:45:36: Einen sehr guten Einblick in diese komplexe Problematik gegeben und ich bin total dankbar dass Sie beide das mit uns hier gemacht haben für die Zuhörenden und ich hoffe dass wir so einige Punkte klären und ansprechen konnten.

00:45:49: also vielen vielen Dank für Ihre Expertise und ihre Zeit!

00:45:52: Sehr gerne!

00:45:53: Ja sehr gern.